Die wachsende Furcht vor Jobverlusten in der Krise hat die Konsumstimmung im Februar gedämpft. Sowohl die Erwartungen für die Wirtschaft und die Entwicklung des eigenen Einkommens als auch die Kaufneigung der Verbraucher hätten sich eingetrübt, teilte das Marktforschungsunternehmen GfK am Mittwoch mit. Auch Rabatte im Handel und die niedrige Inflation lockten die Verbraucher nicht aus der Reserve.

Der GfK-Konsumklimaindex verschlechterte sich von 3,3 Punkten im Januar auf 3,2 Punkte im Februar, wie das Marktforschungsunternehmen in Nürnberg mitteilte. Die Angst um den eigenen Arbeitsplatz überlagere die Effekte der Konjunkturpakete der Bundesregierung. Verbraucher profitieren ab diesem Jahr unter anderem von der Erhöhung des Kindergeldes sowie der besseren Absetzbarkeit von Krankenkassenbeiträgen.

Verunsichert seien die Verbraucher auch durch die öffentliche Diskussion um die Haushaltslage im hochverschuldeten Griechenland und anderen europäischen Staaten, teilte die GfK mit. Die Menschen erwarten demnach negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands. Dadurch lässt auch die Kauflust nach, die zu Jahresbeginn noch durch den Preiskampf des Einzelhandels befeuert worden war.

Auch führten die eingetrübten Erwartungen für die Wirtschaft dazu, dass Verbraucher "ihr Ausgabeverhalten genauer als in den vergangenen Monaten" überdenken, teilte die GfK mit. Die Konjunkturerwartungen der Verbraucher seien deutlich verhaltener als die der Unternehmen selbst.

Nach niedrigen Preissteigerungsraten über Monate hinweg ziehe die Inflation mittlerweile wieder leicht an, teilte die GfK mit. Dies belaste die Konsumstimmung zusätzlich. Im Januar waren die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Prozent angestiegen, vor allem wegen des Preisanstiegs bei Mineralölprodukten.

Insgesamt stehe dem privaten Verbrauch aus Sicht der Wirtschaft ein "schwieriges Jahr" bevor, erklärte die GfK. Zur wirtschaftlichen Erholung werde der private Konsum 2010 "keinen wesentlichen Beitrag" leisten.