Die Bundesbank erwartet trotz der jüngsten Dämpfer für die Konjunktur Ende 2009 eine spürbare Belebung im Frühjahr. Grund zum Optimismus liefere die starke Nachfrage nach Produkten mit dem Stempel "Made in Germany", heißt es in dem veröffentlichten Monatsbericht. Zudem dürfte die Bauwirtschaft einige der Verluste nachholen, die sie wegen des kalten Winters verbuchen musste. Für das zweite Vierteljahr sei mit einer Wiederaufnahme des konjunkturellen Erholungsprozesses zu rechnen.

Das besonders kalte und schneereiche Wetter habe Bau und Transportgewerbe zum Jahresauftakt gebremst. Die indirekten Auswirkungen auf die Industrie dürften sich jedoch in engen Grenzen halten, sagten die Experten. Auch die Verbrauchskonjunktur sei angesichts weitgehend stabiler Einzelhandelsumsätze im Kern recht robust, obwohl das Auslaufen der Abwrackprämie den privaten Konsum belaste.

Für das laufende Jahr erwartet die Bundesbank ein Wachstum von 1,6 Prozent. Bundesbank-Chef Axel Weber schloss zuletzt aber nicht aus, dass die Wirtschaftsleistung zu Jahresauftakt auf der Stelle tritt oder sogar erstmals seit einem Jahr wieder schrumpft.

Nach dem dramatischen Absturz im Winter 2008/2009 hatte das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorquartal um 0,4 Prozent und im dritten Quartal um 0,7 Prozent zugelegt. Ende 2009 stagnierte die deutsche Wirtschaft trotz des anziehenden Exports. Im Gesamtjahr brach die Wirtschaftsleistung um 5,0 Prozent und damit so stark ein wie noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg.