"Das wird ein wichtiger Beitrag zur weltweiten Finanzstabilität sein", sagte der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, in Washington. Der IWF bekomme damit "Zugriff auf angemessene Quellen, um Mitgliedern zu helfen, die anfällig für Finanzkrisen sind". Im Krisenjahr 2009 hatte der IWF zahlreiche Länder in Osteuropa, Afrika und Lateinamerika mit Notkrediten versorgt.

Die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer hatten sich vergangenes Jahr in London auf eine kräftige Aufstockung des Krisenfonds NAB (New Arrangements to Borrow) geeinigt, um ihn nach eigenen Angaben zu einem "flexibleren und effektiveren Werkzeug" im Umgang mit Finanz- und Währungskrisen zu machen. Er wird nun auch von 13 großen Schwellenländern wie China, Indien, Brasilien und Russland mitgetragen, die dafür IWF-Anleihen gekauft haben. Sie haben künftig ein Mitspracherecht, wie die Mittel verwendet werden. Das meiste Geld stammt von den beiden führenden Wirtschaftsnationen USA und Japan.

Die Aufstockung des Krisenbudgets müsse noch von den 39 zum NAB beitragenden Ländern abgesegnet werden, hieß es in einer IWF-Mitteilung. Bislang gebe es die Zustimmung von 17 IWF-Mitgliedsstaaten, darunter elf EU-Ländern.

Der IWF ist auch als Krisenhelfer für das schuldenbeladene EU-Mitglied Griechenland vorgesehen: Neben einem Beitrag der Euroländer im Volumen von zunächst 30 Milliarden Euro würde sich der Fonds im Notfall mit 15 Milliarden Euro an einer solchen Rettungsaktion beteiligen.