Der Konzern selbst reagierte knapp auf den Bericht: Noch sei nichts entschieden, sagte ein Sprecher des Konzerns. Ansonsten wolle man dazu keinen weiteren Kommentar abgeben.

Das Wall Street Journal hatte unter Berufung auf einen Beamten des US-Verkehrsministeriums berichtet, Toyota vermeide durch Annahme der Vereinbarung mit den US-Behörden ein formales Schuldeingeständnis.

Die Strafe von 16,375 Millionen Dollar ist die Höchststrafe, welche die dem Ministerium unterstellte Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA je gegen einen Autohersteller wegen zu spät veröffentlichter Sicherheitsmängel verhängt hat.

Verkehrsminister Ray LaHood hatte Toyota vorgeworfen, das Problem der klemmenden Gaspedale vier Monate lang verschwiegen zu haben, obwohl dem Autokonzern das "hohe Risiko" für die Kunden bewusst gewesen sei. Damit habe er gegen seine Informationspflicht verstoßen. Spätestens Ende September 2009 habe der Hersteller davon gewusst. Dies belegten Reparaturanweisungen, die Toyota an seine Vertriebspartner in Europa und Kanada versandt habe.

Sollte die Behörde Toyota das formale Schuldeingeständnis allerdings verwehren, könnte der Konzern die erwogene Zahlung der Strafe auch noch verweigern. So meldete es die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Toyota müsse der Behörde am Montag mitteilen, ob das Unternehmen zur Zahlung bereit sei.

Der Automobilhersteller habe 30 Tage Zeit, die Strafe zu zahlen, berichtete das Wall Street Journal weiter. Eine solche Abmachung mit den US-Behörden, mit der Toyota um ein Schuldeingeständnis herumkäme, sei in diesen Fällen "Standard", zitierte die Zeitung einen US-Beamten. Ein Schuldeingeständnis würde die Position von Toyota in zivil- und strafrechtlichen Verfahren schwächen.

Der Rückruf wegen der festhängenden Pedale hatte in den USA im Januar begonnen. Toyota musste weltweit 8,5 Millionen Wagen zurückrufen, auch wegen rutschender Fußmatten und kurzzeitig aussetzender Bremsen. Am Freitag hatte der Konzern einen neuen Rückruf für insgesamt 870.000 Fahrzeuge in den USA und Kanada gestartet.