Der Aufschwung der Jahre 2006 bis 2008 hatte einen großen Fehler, sagt der Berliner Ökonom Sebastian Dullien. Zwar wurden in dieser Zeit etliche neue Jobs geschaffen, doch von den Pfründen des Wachstums profitierten vor allem die oberen Einkommensklassen. "Ungerecht" sei das Wachstum dieser Zeit verteilt gewesen, sagt Dullien in seinem Videostatement.

Nun wächst die deutsche Wirtschaft nach der Krise wieder. Und diesmal, so Dullien, müsse die Politik den Aufschwung gerechter gestalten. Wie das geht? Der Ökonom schlägt vor, den Flächentarifvertrag zu stärken, höhere Löhne im Öffentlichen Dienst durchzusetzen und Mindestlöhne einzuführen, die Lohndumping verhindern.

Morgen antwortet auf Sebastian Dullien an dieser Stelle Stephan Schulmeister vom Wien Austrian Institute of Economic Research (WIFO). Wenn Sie mitdiskutieren wollen, können Sie das hier tun. Wir sind auf Ihre Beiträge gespannt!