Gerechtigkeit – das ist dem Wiener Ökonomen Stephan Schulmeister ein zu großes Wort. Ein "gutes Leben" für die Mehrzahl der Bürger, darum müsse es gehen. Wie kommen wir dahin? Der Staat müsse dafür sorgen, dass das Gewinnstreben – jene "Kernenergie" des Kapitalismus – weniger von Spekulanten betrieben wird, sondern zurückverlagert wird an den Ort, wo es den größten Nutzen entfaltet: in der Realwirtschaft.

Konkret schlägt er eine Transaktionssteuer und strengere Regeln für die Banken vor; eine Umkehr in der Bildungspolitik, die in seinen Augen zu sehr die Verwertbarkeit des Erlernten in den Mittelpunkt gerückt hat; zuletzt eine Wirtschaftsweise, die die natürlichen Ressourcen schont. Zum Abschluss der Debatte wird morgen Miranda Schreurs von der Freien Universität Berlin antworten. Wenn Sie mitdiskutieren wollen, können Sie das hier tun. Wir sind auf Ihre Beiträge gespannt!