Im Juni verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Mai um 88.000 auf 3,15 Millionen. Saisonbereinigt sank ihre Zahl im Vergleich zum Vormonat um 21.000 auf 3,230 Millionen.

Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 14.000, im Osten um 7000 ab. Sowohl Erwerbstätigkeit als auch sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahmen zu.

Die Arbeitslosenquote liegt nun 0,2 Punkte niedriger, bei 7,5 Prozent, nach 7,7 Prozent im Mai . Im Mai hatte die Differenz zum Vorjahresmonat nur 217.000 Arbeitssuchende betragen. Der saisonbereinigte Monats-Rückgang lag dagegen mit 45.000 weit höher.

Hintergrund der Entwicklung im Juni sind die Frühjahrsbelebung der Konjunktur und die allgemeine wirtschaftliche Erholung, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte . "Die gute Arbeitsmarktentwicklung der letzten Monate hat sich auch im Juni fortgesetzt. Die wesentlichen Indikatoren haben sich erneut verbessert", sagte Agenturchef Frank-Jürgen Weise.

Im Vergleich mit der Zeit vor der Wirtschaftskrise hätten Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung zwar zugenommen, hieß es. "Der Anstieg ist aber erheblich geringer als angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwartet wurde", sagte Weise.

Die Kurzarbeit wird immer noch stärker in Anspruch genommen als ursprünglich erwartet, geht aber weiter zurück. Nach neuen Daten vom April hätten 613.000 Beschäftigte Kurzarbeitergeld bezogen, sagte BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker. Dies seien lediglich 250.000 weniger als am Jahresanfang. Im Juni hätten die Unternehmen nur noch für 25.000 bis 27.000 Männer und Frauen neu Kurzarbeitergeld beantragt.

Nach wie vor sind der Maschinenbau, die Autoindustrie und deren Zulieferer sowie Transportunternehmen am stärksten betroffen. "Genau da haben wir auch die stärksten Rückgänge", erläuterte Becker.