Der jüngste Bericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) beziffert die weltweiten Gesamtforderungen an Griechenland, Irland , Portugal und Spanien mit 2,2 Billionen Dollar. Mit etwa 513 Milliarden Dollar (388 Mrd. Euro) stehen sie alleine bei deutschen Banken und Anlegern in der Kreide.

Aufgeschlüsselt liege der Anteil der grenzüberschreitenden Forderungen zwischen 60 Prozent im Falle Portugals und 76 Prozent im Falle Irlands. Für Griechenland und Spanien lag der entsprechende Anteil bei 64 und 69 Prozent.

Dabei deutet der Bericht vor allem eines an: Während Banken insbesondere in die dynamischeren Volkswirtschaften Asiens und Lateinamerikas Kredite fließen lassen, geschieht dies auf Kosten der schwächelnden europäischen Länder. So nahm das wechselkursbereinigte Engagement der Banken für Griechenland allein im zweiten Quartal 2010 um 27 Milliarden Dollar ab.

Eine genaue Schätzung über die Veränderung der Auslandsforderungen im Quartalsvergleich ist laut BIZ allerdings nicht möglich. Es könne aber angenommen werden, dass die Aufwertung des Dollar zum Euro für einen Rückgang der Forderungen mitverantwortlich ist.

Für Deutschland ergeben sich laut BIZ zum Ende des zweiten Quartals 2010 folgende Forderungen: Griechenland 65,4 Milliarden Dollar, Portugal 44,3, Irland 186,4 und Spanien 216,6 Milliarden Dollar.