DBB-Chef Peter Heesen forderte die Arbeitgeber auf, ernsthaft über die Forderung nach fünf Prozent mehr Lohn für die Tarifbeschäftigten der Bundesländer zu verhandeln. Sonst müssten bereits im Februar die Straßenbauverwaltungen und die Straßenwärter bei der winterlichen Witterung in Warnstreiks treten. "Wir wollen so einen Streik nicht", sagte Heesen. "Aber wenn es nötig wird, dann werden wir das machen."

" Bei Warnstreiks werden wir auch die Finanzverwaltung, besonders die EDV-Abteilungen mit ihren Angestellten, berücksichtigen", sagte Heesen weiter. "Das wird viele Bürger positiv treffen, weil sie dann erstmal keine Steuernachzahlungsbescheide bekommen."

Der Vorsitzende der 1,25 Millionen Mitglieder starken Gewerkschaft drohte auch mit Warnstreiks der angestellten Lehrer in Sachsen. "Wir wissen, dass ein Schulstreik nicht toll ist", erklärte Heesen. Es treffe am Ende ja schließlich die Schüler. "Aber wenn noch viel Schnee liegt und ein paar Tage Warnstreik ist, dann ist das für die Schüler ja auch eine schöne Entlastung", sagte er. In Sachsen sind im Gegensatz zu den westdeutschen Bundesländern die meisten Lehrer keine Beamte, sondern Angestellte mit Streikrecht.

Der Beamtenbund und die Gewerkschaft ver.di fordern für die rund 800.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder einen Sockelbetrag von 50 Euro und zusätzlich eine lineare Lohnerhöhung von drei Prozent. In der Gesamtsumme ergibt dies ein Gesamtvolumen von fünf Prozent.