Angesichts der Regierungskrise in Portugal hat die Rating-Agentur Fitch die Bonitätsnote des Landes gesenkt. Fitch stufte Portugal um zwei Schritte herab auf A-. Gleichzeitig versahen die Bonitätswächter diese Note mit einem negativen Ausblick und signalisierten damit, dass eine weitere Verschlechterung droht.

Die fehlende Zustimmung des Parlaments zu weiteren Einsparungen stelle die Sanierung der Staatsfinanzen infrage, erklärte die Agentur. Sie gehe nicht mehr davon aus, dass Portugal sich die Finanzierung am Kapitalmarkt in diesem Jahr leisten könne. Ohne die Unterstützung von EU und IWF drohe eine weitere Verschlechterung der Bonität um mehrere Stufen.

EU-Diplomaten zufolge werden die Staats- und Regierungschefs aus Sorge über ein Ausufern der Krise den nun geschäftsführend amtierenden portugiesischen Ministerpräsidenten José Sócrates bei ihrem Gipfel erneut zu einem Hilfsantrag drängen. Sócrates hatte sich bisher dagegen gewehrt. Nach dem Nein der Opposition zum jüngsten Sparpaket war er am Mittwoch zurückgetreten.