Die Frühjahrsbelebung und der stabile Wirtschaftsaufschwung kurbeln den Arbeitsmarkt in Deutschland an: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im April um 132.000 auf 3.078.000 gesunken. Das sind 321.000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in ihrem Arbeitsmarktbericht für April bekannt gab.

Die Arbeitslosenquote nahm um 0,3 Punkte auf 7,3 Prozent ab. Vor einem Jahr hatte sie bei 8,1 Prozent gelegen. BA-Chef Frank-Jürgen Weise sagte, sowohl die Erwerbstätigkeit als auch die Nachfrage nach Arbeitskräften sei erneut gestiegen.

Allerdings war der Frühjahrsrückgang der Arbeitslosenzahlen in diesem April schwächer als im vergangenen Jahr. Ein Grund dafür ist, dass die Osterfeiertage nach dem Stichtag lagen und viele Firmen neue Mitarbeiter erst nach den Ferien einstellen.

Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen ging die Erwerbslosenzahl um 37.000 auf 2,970 Millionen zurück, im Westen um 26.000, im Osten um 11.000. Die saisonbereinigte Zahl lag damit erstmals seit Juni 1992 unter drei Millionen. Experten hatten lediglich mit einem Rückgang um 30.000 gerechnet.

Der höhere Wert gehe sowohl auf Saisoneffekte, als auch auf die starke Konjunktur zurück, sagte der Volkswirt Eckard Tuchtfeld von der Commerzbank. "Deswegen erwarten wir auch in der nächsten Zeit weitere monatliche Rückgänge bei der Arbeitslosigkeit und spiegelbildlich einen weiteren Aufbau der Erwerbstätigkeit." Die gute Entwicklung gehe sicher bis zum kommenden Jahr weiter. "Danach muss man sehen. Irgendwann wird es wieder zu einem konjunkturellen Abschwung kommen", sagte Tuchtfeld.