Die Ermittlungen gegen Deutschlands führenden Spielhallenkonzern Gauselmann wegen des Verdachts der versteckten Parteienfinanzierung sind eingestellt. Am Vortag hatten Ermittler den Firmensitz im ostwestfälischen Ort Espelkamp durchsucht und dort auch Mitarbeiter vernommen sowie Akten geprüft.

Dabei seien "keine Anhaltspunkte" gefunden worden, dass Konzerngründer Paul Gauselmann Geld an seine Manager verteilt habe, um über sie Spenden an politische Parteien zu leiten, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bielefeld. Auch sei offensichtlich die "magische Grenze" von 10.000 Euro pro Jahr nicht überschritten worden. Ab diesem Wert müssen Parteien Spenden veröffentlichen.

"Ich bin froh, dass nun die Verdächtigungen gegen meine Mitarbeiter und mein Unternehmen restlos vom Tisch sind", sagte Unternehmenschef Gauselmann. In den vergangenen 20 Jahren hatten leitende Mitarbeiter und der Chef selbst zusammen nach eigenen Angaben etwa eine Million Euro gespendet. Allein im vergangenen Jahr waren es alles in allem rund 80.000 Euro in 26 Einzelbeträgen – verteilt auf Union, SPD, FDP und Grüne. Nach Medienberichten hatten die Staatsanwälte im Februar ihre Ermittlungen aufgenommen.