Die etwa 160.000 Beschäftigen der Druckindustrie erhalten im September eine Einmalzahlung in Höhe von 280 Euro. Im August 2012 sollen die Löhne um zwei Prozent steigen, und im Juli 2013 gibt es für die Mitarbeiter eine weitere Zusatzzahlung von 150 Euro.

Darauf einigten sich die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Bundesverband Druck und Medien (BVDM). Der Manteltarifvertrag bleibt demnach für drei Jahre unverändert, dafür gibt es die Zusatzzahlung und die Lohnsteigerung ab nächstem Jahr.

"Dieses Ergebnis ist ein Erfolg der Streikenden", sagte Verdi-Vizechef Frank Werneke. An den Streiks in der Druckindustrie hatten sich nach Gewerkschaftsangaben seit dem Ende der Friedenspflicht Anfang Mai weit mehr als 10.000 Beschäftigte aus 120 Betrieben beteiligt.

Verdi hatte zu Beginn der Streiks eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent für zwölf Monate und eine Einmalzahlung von 400 Euro gefordert. Zusätzlich sollten die Arbeitgeber zum gekündigten Manteltarifvertrag zurückkehren. Der BVDM verlangte hingegen eine flexible Öffnung von der 35-Stunden-Woche auf bis zu 40 Stunden und eine Anpassung der Maschinenbesetzung.

Die Gewerkschaft kündigte an, den Abschluss ohne Verschlechterungen im Manteltarifvertrag auch zur Grundlage für die bevorstehenden Verhandlungen für die Tageszeitungsjournalisten zu machen.
Das Tarifergebnis muss noch von der großen Tarifkommission für die Druckindustrie gebilligt werden, die in der kommenden Woche zusammentreten soll.