Der nordrhein-westfälische Landtag hat in einem zweiten Anlauf doch noch den Umbauplan für die marode WestLB gebilligt. Die Abgeordneten verabschiedeten mit großer Mehrheit einen gemeinsamen Antrag von SPD, CDU und Grünen.

Zuvor waren alle Anträge zur Zukunft der schwer angeschlagenen Landesbank im Parlament gescheitert, die WestLB sollte zerschlagen werden. Danach hatte auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) den Landtag zu einer verantwortungsvollen Entscheidung aufgefordert.

Nach Angaben aus dem Regierungs- und dem Oppositionslager hatten die Finanzmärkte negativ auf die Blockade in Düsseldorf reagiert. Die Landtagssitzung wurde nach entsprechenden Warnungen aus den Fraktionen spontan unterbrochen.

Die nordrhein-westfälische Landesbank war in der Finanzmarktkrise von ihren Eigentümern mit milliardenschweren Garantien gestützt worden. Zudem war der Bund 2010 mit einer Kapitalspritze von drei Milliarden Euro bei der WestLB eingestiegen. Die WestLB gehört etwa zu gleichen Teilen dem Land Nordrhein-Westfalen und den Sparkassen in NRW.

Nach den Worten des nordrhein-westfälischen Finanzministers Norbert Walter-Borjans droht der WestLB ohne Zustimmung des Landtags für die Umbaupläne das Aus. Es bestehe die "erkennbare Gefahr", dass sonst die Kreditlinien des Instituts gekündigt würden, sagte der SPD-Politiker. Den Finanzpartnern der WestLB müsse sehr schnell klargemacht werden, dass das Land hinter der Bank stehe.