Die Debatte über die griechische Schuldenkrise hat die Stimmung der deutschen Verbraucher im Juli etwas gedämpft. Aus dem Konsumklima-Index der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) geht hervor, dass sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartung gesunken sind.

Die Deutschen gingen zwar weiter davon aus, dass die Wirtschaft wachsen werde, jedoch nicht mehr ganz so stark wie bisher. Auch ihre eigene Finanzlage sehen die Verbraucher wieder ein bisschen skeptischer. Sie befürchten Belastungen aus der Schuldenkrise und höhere Energiepreise. Die Einkommenserwartung fiel um zehn auf 34,6 Punkte.

Die Bereitschaft zu größeren Einkäufen litt hingegen kaum. Dieser Teilindikator verliert nur einen Punkt auf 34,1. Vor allem eine "erfreuliche Arbeitsmarktentwicklung" sorge dafür, dass die Kauflaune der Konsumenten erhalten bleibe." Sinkende Arbeitslosenzahlen minderten die Angst vor Jobverlust und stärkten damit die Planungssicherheit, schrieb die GfK. "Damit sind die Vorzeichen für eine gute Konsumkonjunktur in Deutschland nach wie vor gegeben." Trotz der externen Risiken bleibe die Binnennachfrage eine wichtige Wachstumsstütze.

Für ihren Konsumklima-Index befragt die GfK monatlich rund 2.000 Verbraucher zu ihrem Konsumverhalten. Der Gesamtindikator für Juli wurde von den erwarteten 5,7 Punkten auf 5,5 Punkte korrigiert, im August könnte er den Marktforschern zufolge auf 5,4 Punkte zurückgehen.

Für den Index war es der zweite Rückgang in Folge und der vierte binnen fünf Monaten. Im März war er noch auf den höchsten Stand seit Herbst 2007 geklettert. Seitdem rückte die hohe Inflation und die Schuldenkrise mehr in den Fokus der Verbraucher.