Die Fluglotsen haben ihre Streikdrohung für die kommende Woche erneuert. Flugreisende müssen in dieser Zeit mit massiven Behinderungen rechnen. Der Ausstand werde mit einem Vorlauf von 24 Stunden angekündigt, sagte der Verhandlungsführer Dirk Vogelsang.

Ein entsprechendes Vorgehen hatte die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) bereits am vergangenen Freitag angekündigt. Laut Vogelsang steht der Tag des Ausstandes bereist fest, verraten wollte er ihn aber nicht. Wegen des angekündigten 24-Stunden-Vorlaufs ist der Montag aber auszuschließen.

In der vergangenen Woche hatte die GdF ein erneutes Gesprächsangebot der bundeseigenen Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) abgelehnt, weil es nicht mit einer verbesserten Offerte verknüpft war. Ein für Donnerstag geplanter Lotsenstreik war aber kurzfristig abgesagt worden, nachdem das Arbeitsgericht Frankfurt den Ausstand untersagt hatte.

Wegen der Streikpläne mitten in der Urlaubszeit wurden die Lotsen von der Luftfahrt- und Tourismusbranche heftig kritisiert. Ein Streik könnte noch abgewendet werden, wenn die Arbeitgeber die Schlichtung einberufen. Während dieser Vermittlung gibt es eine Friedenspflicht. Der Tarifvorstand der GdF, Markus Siebers, hatte am Donnerstag gesagt, dass neue Verhandlungen mit der DFS nur Sinn ergäben, wenn es ein neues Angebot der Gegenseite gebe.

Die GdF fordert für die mehr als 5.000 Tarifbeschäftigten der DFS, darunter rund 1.900 Fluglotsen, 6,5 Prozent mehr Geld und mehr Einfluss auf Strukturen und Personalentscheidungen.