Obwohl das Konjunkturwachstum langsam nachlässt, bleibt die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland auf Rekordniveau. Im September habe die Zahl der offenen Stellen so hoch wie nie gelegen. Das berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) bei der Veröffentlichung ihres Stellenindexes in Nürnberg.

Der entsprechende Index kletterte nochmals um einen Punkt auf einen Wert von 171. Das sind 28 Punkte mehr als vor einem Jahr und der höchste Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 2004. Das große Stellenangebot zeige, dass es vielen Unternehmen immer schwerer falle, die passende Fachkraft zu finden, hieß es in dem Bericht. Oft blieben Stellen deswegen längere Zeit unbesetzt, was die Zahl der offenen Stellen zusätzlich in die Höhe treibe.

"Perspektivisch bleibt allerdings abzuwarten, ob und inwieweit die Unsicherheit auf den internationalen Finanzmärkten die Arbeitskräftenachfrage in Deutschland wieder sinken lässt", schränkte die Bundesagentur in dem Bericht ein. Den größten Bedarf an Arbeitskräften habe weiterhin die Zeitarbeit, gut jede dritte Stelle werde aus dieser Branche gemeldet. Viele freie Stellen gebe es auch im Groß- und Einzelhandel, in der Gastronomie sowie im Gesundheits- und Sozialwesen.