Nachdem bereits Fitch und Standard & Poor's die Kreditwürdigkeit Spaniens nach unten korrigiert hatten, ist nun auch Moody's gefolgt. Die US-Rating-Agentur senkte ihre Bewertung für spanische Staatsanleihen um zwei Stufen von Aa2 auf A1. Der Kreditwürdigkeitsausblick sei negativ, teilte Moody's am Dienstagabend mit. Die Rating-Agenturen Fitch und Standard & Poor's hatten das Land mit der vierthöchsten Note AA- bewertet, also mit einer noch guten Bonität.

Moody's ging nun noch einen Schritt weiter: Die Note A1 ist die fünfthöchste des Unternehmens und bedeutet eine Bonität im hohen mittleren Bereich. Damit erhöht sich der Druck auf Spanien nochmals, denn je schlechter die Kreditwürdigkeit, desto höhere Zinsen muss das Land für die Aufnahme neuer Schulden zahlen. Als Begründung hieß es, in Spanien sei "keine glaubwürdige Lösung der aktuellen Schuldenkrise erkennbar". Aufgrund des langsamen Wachstums werde es für Spanien noch schwerer sein, den Staatshaushalt zu sanieren. Daher drohe mittelfristig eine weitere Herabstufung der Kreditwürdigkeit, erklärte Moody's.

Weiter hieß es: Spanien bleibe in der Krise weiterhin für Marktturbulenzen anfällig. Das Land habe einen großen Finanzierungsbedarf und außerdem hoch verschuldete Banken und Konzerne. Zudem werde ein schwaches Wirtschaftswachstum das Erreichen der ehrgeizigen Sparziele erschweren. Der Euro gab in Folge der Herabstufung etwas nach.