Die brasilianische Wirtschaft ist laut dem Thinktank Centre for Economics and Business Research (CEBR) die sechstgrößte Wirtschaftskraft der Welt, meldet der britische Nachrichtensender BBC. Damit hat das lateinamerikanische Land Großbritannien überholt.

Douglas McWilliams von CEBR sagte der BBC, Brasiliens Aufstieg sei Teil einer globalen Kehrtwende. Der Trend in der Wirtschaft gehe nicht nur von West nach Ost. McWilliams zufolge steigen auch Länder, die grundlegende Güter wie Nahrungsmittel und Energie produzieren, im internationalen Vergleich auf.

Laut der BBC legte Brasiliens Wirtschaft im Jahr 2010 um 7,5 Prozent zu. Allerdings hatte die Regierung die Prognose für 2011 wegen der hohen Zinsraten, der Euro-Schuldenkrise und der Konkurrenz aus China zuletzt auf 3,5 Prozent gesenkt.

Top Fünf 2020 ohne EU-Staaten

Die CEBR schätzt, dass Indien, zurzeit auf Platz 10 in der Weltrangliste, im Jahr 2020 die fünftgrößte Wirtschaftsmacht der Welt sein wird. Auf den Plätzen eins bis vier sehen die Analysten in 2020 die USA, China, Japan und Russland.

Die europäischen Staaten dagegen werden den Analysten von CEBR zufolge in der Tabelle sinken. Im Jahr 2012 rechnen sie mit einem Schrumpfen der Wirtschaft in der Euro-Zone um 0,6 Prozent, sofern das Euro-Problem gelöst werde. Bestehen die Schuldenprobleme weiterhin, geht CEBR von einem Abfall der Euro-Wirtschaft um 2 Prozent aus. Deutschland ist aktuell als viertstärkste Wirtschaftsmacht gelistet, gefolgt von Frankreich. 2020 sieht CEBR Deutschland auf dem siebten Platz.