Zum Jahresende hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft überraschend aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex für Dezember stieg um 0,6 Punkte auf 107,2 Zähler im Vergleich zum Vormonat, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 106,1 Zähler gerechnet.

Die befragten Manager beurteilten die Geschäftsperspektiven für die kommenden sechs Monate besser. Der Ifo-Index ist das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer, das die Entwicklung der kommenden Monate abzubilden versucht.

Deutsche konsumieren weiter

Auch das Konsumklima in Deutschland bleibt stabil: Der Index erreichte nach 5,4 Punkten im November 5,6 Punkte im Dezember. Trotz Schuldenkrise schätzen die Deutschen ihre Zukunft weiterhin positiv ein. Sie erwarten weiterhin niedrige Arbeitslosenzahlen und rechnen im kommenden Jahr mit höheren Einkommen, wie das Marktforschungsinstitut GfK mitteilte.

Der private Konsum bleibt damit eine wichtige Stütze für die Konjunktur, sagen die Forscher. Damit das so bleibe, müssten die Bürger wieder Vertrauen in die politischen Entscheidungsträger gewinnen, die die Krise entschlossen angehen und eine nachhaltige Lösung finden müssten, so die Forscher.

Mit der gestiegenen Konjunkturerwartung legte auch die Einkommenserwartung zu, und zwar um 2,9 Punkte auf 34 Punkte. Wesentliche Einflussgröße seien die Beschäftigungsaussichten, sagte die GfK – und die seien erfreulich. Entsprechend seien die Tarifeinkommen zuletzt stärker gestiegen als in den vergangenen Jahren. Das wiederum erhöhe die Erwartungen der Haushalte an eine bessere Einkommensentwicklung.