Nach dem Fund von Haarrissen an den Tragflächen eines Airbus A380 der australischen Fluggesellschaft Qantas sollen alle Maschinen vom gleichen Typ untersucht werden. Das ordnete die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) nach Angaben eines Sprechers an. Es solle sichergestellt werden, dass es bei den Flugzeugen keine Sicherheitsprobleme gebe.

Qantas hatte einen Airbus 380 aus dem Verkehr gezogen, nachdem 36 Haarrisse in der Tragfläche entdeckt worden waren. Die Maschine soll nach Reparaturen nächste Woche wieder zum Einsatz kommen, teilte das Unternehmen mit. Die Risse hätten die Flugsicherheit nicht beeinträchtigt.

Risse sind Folgen eines Fertigungsfehlers

Das Problem wurde bei einer Untersuchung der Maschine entdeckt, die nach schweren Luftturbulenzen über Indien in Singapur gelandet war . Airbus habe zusätzliche Untersuchungen empfohlen, nachdem das Flugzeug nach Sydney weitergeflogen war, berichtete das Unternehmen. "Diese Risse hatten nichts mit den Turbulenzen zu tun", sagte eine Qantas-Sprecherin. Es handele sich um einen Fertigungsfehler.

Es sei nicht dieselbe Art Risse, die Anfang Januar in mehreren A380-Flugzeugen entdeckt worden waren. Dabei ging es um Risse an Flügelrippen-Verbindern. Die EASA hatte damals eine Überprüfung von 20 der bislang 67 ausgelieferten Maschinen dieses Typs angeordnet. Qantas habe seine Maschinen daraufhin untersucht und keine dieser Risse gefunden, teilte die Sprecherin mit. "Was mögliche weitere Maßnahmen angeht, werden wir uns an Airbus-Anweisungen halten."