Der ehemalige Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND) , Ernst Uhrlau , arbeitet jetzt als freier Berater für die Deutsche Bank. Das Institut bestätigte einen Bericht des Spiegel . Uhrlau berät das Haus demnach seit dem 1. Februar in Fragen der globalen Sicherheit. Uhrlaus neue Tätigkeit ist mit Kanzleramtsminister Ronald Pofalla ( CDU ) abgesprochen und von ihm gebilligt worden, berichtet der Spiegel .

Uhrlau war sechs Jahre lang BND-Präsident . Er wurde erst Ende 2011 mit Erreichen der Pensionsgrenze als Chef des Auslandsgeheimdienstes in den Ruhestand verabschiedet. Zuvor war Uhrlau Geheimdienstkoordinator im Bundeskanzleramt , Polizeipräsident in seiner Geburtsstadt Hamburg sowie Präsident des Landesamtes für Verfassungsschutz in der Hansestadt gewesen. Sein Nachfolger als BND-Chef wurde Gerhard Schindler.

Uhrlau ist nicht der erste hochrangige Politik- und Regierungskenner, der für die Deutsche Bank tätig wird. 2006 wurde der frühere Finanzstaatssekretär Caio Koch-Weser Vice Chairman der Deutsche Bank Group. Er sollte dem Geldinstitut für finanzpolitische, wirtschaftliche und strategische Fragen zur Verfügung stehen. Zuvor war er zwischen 1999 und 2005 Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen.

Der BND sammelt seit 1956 für die Bundesregierung und andere Bundesorgane politische, wirtschaftliche, militärische, technische und wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Ausland. Organisatorisch ist der BND dem Geheimdienst-Koordinator im Kanzleramt unterstellt.