Die spanische Regierung hat eine umfassende Reform des Arbeitsmarktes verabschiedet . Die Neuregelung solle Arbeitgebern mehr Flexibilität bei der Einstellung und Kündigung von Mitarbeitern geben, sagte Vize-Ministerpräsidentin Soraya Sáenz de Santamaría. Das wichtigste Ziel der Reform sei es, die Einstellung insbesondere von Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen, zu erleichtern.

So solle die Zunahme befristeter Arbeitsverträge gestoppt werden. Auch Einschnitte bei Abfindungszahlungen sind vorgesehen. Arbeitnehmern sollen im Fall einer Kündigung nur noch eine Abfindung von 33 statt bisher 45 Tageslöhnen pro geleistetem Arbeitsjahr erhalten.

Das wirtschaftlich angeschlagene Land will mit Einsparungen und Strukturreformen aus der Schuldenkrise finden. Besonders die hohe Arbeitslosenquote macht dem Land zu schaffen: Spanien hat mit 22,85 Prozent die höchste Arbeitslosenquote in der EU . Mehr als fünf Millionen Menschen sind derzeit ohne Job. Nahezu jeder zweite Jugendliche unter 25 Jahren ist arbeitslos .