Die Vorfeldmitarbeiter am Frankfurter Flughafen müssen ihren Streik beenden . Das entschied das Frankfurter Arbeitsgericht fast zwei Wochen nach Beginn des Streiks. Das Gericht erließ eine Einstweilige Verfügung gegen die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF).

Der Streik sollte noch bis Donnerstagfrüh dauern. Gegen die Entscheidung ist noch Berufung beim Landesarbeitsgericht möglich. Der Flughafenbetreiber Fraport und die Lufthansa hatten die Einstweilige Verfügung gegen die GdF beantragt.

Am Vortag hatte derselbe Richter den Unterstützungsstreik der Fluglotsen für die Vorfeldleute als unverhältnismäßig eingeschätzt und ebenfalls gestoppt. Der Flughafenbetreiber Fraport hat seine Schäden aus dem Streik seit Donnerstag vorvergangener Woche auf 3,5 Millionen Euro beziffert. Die Lufthansa spricht bislang von hohen zweistelligen Millionenverlusten.

GdF will gegen Streikverbot in die Berufung gehen

Die GdF will gegen verfügten Stopp ihres Streiks vorgehen. Sie kündigte zunächst nur an, in die Berufung gehen zu wollen, die aber nach Auskunft ihres Anwalts keine aufschiebende Wirkung hat. Ein Termin beim Hessischen Landesarbeitsgericht stand noch nicht fest. Man werde sich schnell mit Fraport über die schnelle Beendigung des Streiks beraten, sagte der GdF-Vorsitzende Michael Schäfer.