Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im März zum fünften Mal in Folge verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg von 109,7 auf 109,8 Punkte im Vergleich zum Vormonat, teilte das Münchner Ifo-Institut mit.  Trotz Unsicherheiten durch die Euro-Finanzkrise und einem schwächeren Wachstum, bewerten deutsche Manager die Geschäftsaussichten seit November positiv. Der Anstieg der Erwartungen sei aber schwächer geworden, und die Geschäftslage habe sich nicht weiter verbessert, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. "Der Schwung lässt etwas nach."



Im Einzelhandel verbesserte sich die Stimmung stark. Die Einzelhändler hoffen angesichts der sinkenden Arbeitslosigkeit und hoher Lohnabschlüsse auf gute Geschäfte. Am Optimismus änderte auch der hohe Ölpreis nichts. "Im Einzelhandel schlägt das noch nicht durch", sagte Ifo-Konjunkturexperte Klaus Wohlrabe. "Im Großhandel ist es schon spürbar. Insgesamt ist es für die Unternehmen noch keine große Gefahr, aber ein potenzielles Risiko."

Die Industriefirmen hingegen beurteilen die aktuelle Geschäftslage etwas weniger positiv als im Vormonat. Ihre Geschäftsaussichten schätzen sie aber günstiger ein. Vom Auslandsgeschäft erwarten sie weitere Impulse. Ihren Mitarbeiterstamm wollen sie erhöhen, wenn auch weniger stark als im Vormonat. Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindikator gesunken. Die Bauunternehmer berichten zwar von einer etwas günstigeren Auftragslage als im Vormonat. Jedoch sind sie für die nächsten sechs Monate weniger zuversichtlich.