Apple-Chef Tim Cook verzichtet auf Vergütungen in Höhe von 75 Millionen Dollar in den kommenden Jahren. Dividendenansprüche in dieser Höhe sollen nach Cooks Willen nicht ausgezahlt werden, schrieb Apple in einer Börsenmitteilung .

Der erfolgreiche iPhone- und iPad-Hersteller Apple wird ab dem Sommer wieder eine Dividende von 2,65 Dollar im Quartal zahlen. Von dieser Ausschüttung sollen nach dem Willen des Managements auch Mitarbeiter profitieren, denen als Teil ihres Gehalts Apple-Aktien versprochen wurden – sogenannte Restricted Stock Units.

Diese Ansprüche können erst nach Ablauf einer Frist eingelöst werden und sind an bestimmte Bedingungen wie das Erreichen von persönlichen oder Firmenzielen geknüpft. Ausgezahlt werden können die Ansprüche in der Regel durch Ausgabe der Aktien oder Barzahlungen.

Cook hat Anspruch auf eine Million Apple-Aktien

Dividendenzahlungen für Aktien, die man noch gar nicht besitzt, sind ungewöhnlich. Cook bat daher seinen Arbeitgeber darum, von dem Vergütungsprogramm ausgenommen zu werden. Er hatte bereits bei der Ankündigung der Dividende im März erklärt , dass er selbst kein Geld haben möchte. Auch Apple-Gründer Steve Jobs , der das Unternehmen in den neunziger Jahren vor der Pleite rettete, galt als strikter Gegner einer Dividende.

Cook hatte zu seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr eine Million Aktien versprochen bekommen, die nach derzeitigem Kurs 565 Millionen Dollar wert sind. Die eine Hälfte dieser Restricted Stock Units wird im Jahr 2016 fällig, die andere 2021. Insgesamt sind Cook 1,125 Millionen Aktien versprochen. Der Wert liegt derzeit bei 636 Millionen Dollar.

Vor seinem Wechsel auf den Chefposten war Cook bei Apple fürs Tagesgeschäft zuständig und vertrat über Monate den an Krebs erkrankten Jobs. Kurz vor Jobs' Tod im Oktober vergangenen Jahres hatte Cook dann endgültig die Leitung des Elektronikkonzerns übernommen.