Die wichtigsten westlichen Industriestaaten und Russland haben sich bei ihrem Gipfeltreffen in Camp David für einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone ausgesprochen. "Alle G-8-Mitgliedstaaten wollen, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibt", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Rande der Beratungen. Voraussetzung sei aber, dass das Land die Verpflichtungen, die es eingegangen sei, auch einhalte. "Das ist von allen gleichermaßen hier so geteilt worden", sagte Merkel.

In einer gemeinsamen Erklärung hoben die G 8 dabei die Bedeutung einer "starken und geschlossene Euro-Zone" für die weltweite Stabilität und wirtschaftliche Erholung hervor.

Merkel unter Druck

Die G 8 sei sich auch einig gewesen, dass in der Euro-Zone sowohl Wachstum als auch Haushaltskonsolidierung nötig sei, sagte Merkel. "Konsolidierung und Wachstum sind zwei Seiten einer und derselben Medaille." An dieser Stelle gebe es auch Einigkeit zwischen Frankreich und Deutschland. Wachstum könne durch Haushaltskonsolidierung, strukturelle Reformen und Zukunftsinvestitionen geschaffen werden. "Es geht nicht um Konjunkturprogramme im herkömmlichen Sinne", sagte sie.

Merkel stand bei dem Treffen unter Druck, von ihrem strikten Sparkurs im Kampf gegen die Euro-Krise abzurücken. US-Präsident Barack Obama und Frankreichs neuer Staatschef François Hollande hatten kurz vor dem Gipfel gemeinsam einen stärkeren Fokus auf Wachstum verlangt. Auch der britische Premierminister David Cameron sprach sich dafür aus, durch eine Stärkung der Nachfrage die Konjunktur in Europa zu beleben.

Die G-8-Staaten verpflichteten sich in ihrer Erklärung zu "allen notwendigen Schritten, um unsere Wirtschaften zu stärken und neu zu beleben sowie finanzielle Turbulenzen zu bekämpfen". Allerdings seien "die richtigen Maßnahmen nicht für jeden von uns gleich", hieß es weiter.