Die Schuldenkrise in der Euro-Zone hat die Stimmung von Investoren an der Wall Street eingetrübt. Die wichtigsten Indizes machten zwar im Handelsverlauf ihre Kursverluste zum Teil wieder wett, schlossen den Tag aber mit einem Minus ab. Vor allem die drohende Staatspleite Griechenlands löste Unruhe aus.

Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten schloss mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 12.721 Punkte. Im Handelsverlauf pendelte er zwischen den Marken von 12.583 und 12.820. Der breiter gefasste S&P 500 gab um 0,9 Prozent auf 1.350 Stellen nach. Beim Nasdaq betrug der Verlust 1,2 Prozent. Er schloss bei einem Stand von 2.890 Zählern. In Frankfurt verlor der Dax 3,2 Prozent. Der Euro stieg im New Yorker Handel wieder über die 1,21-Dollar-Marke. Zuletzt kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,2138 Dollar.

Die europäische Schuldenkrise mache die Anleger nervös, sagte ein US-Marktstratege. Zwar sei bekannt, dass die spanischen Regionen verschuldet seien, nun stelle sich aber die Frage über den Ernst ihrer Lage. Es sei unklar, ob die in der Euro-Zone errichteten Brandschutzmauern hoch genug seien. Zuvor hatte sich die Situation am europäischen Anleihenmarkt zugespitzt: Die Renditen und Risikoaufschläge für spanische Staatsanleihen waren auf Rekordstände gestiegen .

IWF bekräftigt Unterstützung für Griechenland

Zu der Unruhe an den Aktien- und Anleihemärkten war es aufgrund von Medienberichten über die Zukunft Griechenlands gekommen. Danach sei der Internationale Währungsfonds ( IWF ) nicht mehr bereit dazu, das Land weiter zu unterstützen. Auch Kanzlerin Angela Merkel wolle weiteren Hilfen nicht mehr zustimmen . Es mehrten sich die Sorgen über einen Austritt des hoch verschuldeten Landes aus der Euro-Zone.

Allerdings bestätigte der IWF die Berichte über eine Ablehnung zusätzlicher Hilfen für Griechenland nicht. "Der IWF unterstützt Griechenland dabei, seine wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu überwinden", sagte ein Sprecher des Währungsfonds in einer in Washington veröffentlichten knappen Mitteilung.