Unter extremen Sicherheitsvorkehrungen stimmt das Wirtschaftsforum Apec auf einer Insel vor der ostrussischen Hafenstadt Wladiwostok seine künftige Wirtschaftspolitik ab.

Die Staaten des asiatisch-pazifischen Raums haben sich zum Ziel gesetzt, ihre Region wirtschaftlich nachhaltig zu stärken. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, die Region solle Haupttriebkraft für die Weltwirtschaft und den internationalen Handel werden. Ebenso streben sie ausgeglichenes und innovatives Wachstum an. Ziel sei eine nahtlose regionale Wirtschaftszone.

In spätestens zehn Jahren könne die Apec die Europäische Union als Russlands größten Handelspartner ablösen, sagte Russlands Vizeregierungschef Igor Schuwalow . Dazu seien allerdings noch sehr starke Anstrengungen nötig.

Besorgt über Euro-Krise

Angesichts der europäischen Schuldenkrise ist Asien eine sehr wichtige Triebkraft für die weltweite Wirtschaft. Zuletzt hatte aber die asiatische Wirtschaftsmacht China ein langsameres Wachstum verzeichnet. Es sank im zweiten Quartal auf 7,6 Prozent und damit den niedrigsten Wert seit drei Jahren.

Gastgeber Wladimir Putin begrüßte zu dem zweitägigen Treffen neben den jeweiligen Ministern der Mitgliedsstaaten unter anderem Chinas Staatschef Hu Jintao und US-Außenministerin Hillary Clinton . Im Mittelpunkt der Gespräche stehen der Freihandel, die Energiepolitik und der Syrienkrieg.

Vertrauen wiederherstellen

Die Teilnehmer des Gipfels wollen laut einem Entwurf der Abschlusserklärung ihre Besorgnis über die anhaltende Euro-Krise zum Ausdruck bringen. Die Entwicklung in Europa habe negative Auswirkungen auf das Wachstum im asiatisch-pazifischen Raum, heißt es darin.

Daher wollten die Gipfelteilnehmer "zusammenarbeiten, um das Wachstum zu unterstützen, finanzielle Stabilität zu fördern und Vertrauen wiederherzustellen".