Die Honorare der Apotheker können wie von der FDP geplant im Wahljahr 2013 erhöht werden. Die Frankfurter Rundschau berichtete, Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ( CDU ) habe sein Veto gegen das Vorhaben von Wirtschaftsminister Philipp Rösler und Gesundheitsminister Daniel Bahr (beide FDP ) aufgehoben.

"Nach gründlicher Prüfung ist entschieden worden, dass wir die Erhöhung mittragen können", sagte ein Sprecher Schäubles. Damit ist der Frankfurter Rundschau zufolge der Weg frei für eine Anhebung, die den Apothekern insgesamt etwa 190 Millionen Euro Mehreinnahmen bringen wird.

Schäuble hatte den Gesetzentwurf zunächst blockiert, weil er Mehrbelastungen für den Bundeshaushalt verhindern wollte. Wenn Versicherte nicht in der Lage sind, einen Zusatzbeitrag ihrer Krankenkasse zu zahlen, bekommen sie einen Ausgleich aus Steuergeld.

Konkret soll das Honorar der Apotheker für die Abgabe eines rezeptpflichtigen Medikaments von 8,10 Euro pro Packung auf 8,35 Euro steigen. Bezahlen müssen das die Krankenkassen und damit die Versicherten.

Die selbstständigen Apotheker fordern aber einen deutlich höheren Anstieg: eine Honorarerhöhung von rund einem Euro pro verordnetem Medikament. Am Mittwoch waren sie in Baden-Württemberg , Rheinland-Pfalz und im Saarland in einen Warnstreik getreten.