In der US-Wirtschaft sind im August unerwartet wenig neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Die Zahl der Beschäftigten stieg nach Angaben des Arbeitsministeriums zwar leicht um 96.000. Ökonomen hatten aber mit einem Anstieg von weiter mehr als 100.000 gerechnet, im Juli war die Zahl der Beschäftigten noch um 163.000 gestiegen. Allerdings sind im Juni und Juli insgesamt rund 41.000 Stellen weniger entstanden, als zunächst gemeldet.

Die Arbeitslosenquote sank im August von 8,3 auf 8,1 Prozent. Damit liegt sie seit mehr als zwei Jahren über der Marke von acht Prozent – das hat es seit der Großen Depression in den Dreißiger Jahren nicht mehr gegeben.

Zudem ist die Zahl der Arbeitslosen nur deshalb gesunken, weil mehr Menschen aufgegeben haben, nach einem Job zu suchen. Die Statistik zählt Menschen nur dann als arbeitslos, wenn sie aktiv nach einer neuen Beschäftigung suchen.

Die schwache Entwicklung am Arbeitsmarkt wird US-Präsident Barack Obama angelastet und gefährdet seine Wiederwahl im November. Bei seiner Nominierungsrede auf dem Parteitag der US-Demokraten hatte Obama eine Million neue Jobs in der Industrie versprochen.