Das Bundesverkehrsministerium fördert einem Medienbericht zufolge Testfahrten mit Porsche-Limousinen für Gäste teurer Hotels. Im Rahmen der Förderung der Elektromobilität werde ein Fahrdienst mit 848.651 Euro bezuschusst, bei dem Hotelgäste an ausgewählten Orten in Baden-Württemberg und Bayern Fahrzeuge vom Typ Panamera Plug-In Hybrid fahren können, berichtete der stern .

Das Projekt soll im Sommer 2013 beginnen und drei Jahre laufen. Zwölf Porsche-Fahrzeuge stehen dafür zur Verfügung. Sie sollen dem Transport der Hotelgäste dienen. Das Bundesverkehrsministerium begründete gegenüber dem stern die Förderung mit dem Ziel, "Nutzerakzeptanz und Sichtbarkeit von elektrischen Fahrzeugen in dieser Fahrzeugklasse" zu steigern. Porsche rüste die Fahrzeuge für das Projekt eigens manuell um, heißt es.

Der Autohersteller bestritt das dem Bericht zufolge allerdings. Es werde sich um Serienmodelle handeln. Porsche nutze die staatlichen Subventionen, um Fahrdaten von einem wissenschaftlichen Institut auswerten zu lassen. Die Entscheidung über die Auswahl der Hotels werde vom Porsche-Vorstand getroffen. Es sollten "adäquate Kunden" an das Auto herangeführt würden, zitiert das Magazin einen Unternehmenssprecher.

Öffentlich gemacht hatte den Fall der Bund der Steuerzahler , der die Subventionen für den Luxusautohersteller kritisierte. "Ist ein Porsche ein lohnendes E-Mobil – im Test für den Durchschnittsbürger?", heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins . Der Steuerzahlerbund stelle bei Prüfungen staatlicher Subventionen regelmäßig fest, dass "häufig Projekte von Dax-Konzernen, Weltmarktführern oder eines Branchenprimus‘ mit Steuergeldern subventioniert werden, obwohl diese offensichtlich nicht auf solche Zuschüsse angewiesen sind", teilte der Verein mit. "Wir fordern von der Politik, hier zu Gunsten der Steuerzahler zu sparen", sagte Präsident Reiner Holznagel.