Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck ( SPD ) will noch im Laufe des Jahres einen neuen Eröffnungstermin für den neuen Hauptstadtflughafen BER nennen. Er rechne fest damit, dass 2013 ein Termin für die Inbetriebnahme des Flughafens Berlin-Brandenburg genannt werden könne, sagte der Vorsitzende des BER-Aufsichtsrats der Frankfurter Allgemeinen Zeitung .

Der Flughafen sei derart wichtig für ganz Ostdeutschland, dass ein Misserfolg nicht nur verheerend für die Region wäre, sondern auch das Ende seiner politischen Karriere bedeuten würde. "Wenn die nächsten Monate eine Zeit des Misslingens werden, werde ich selbstverständlich meine Konsequenzen ziehen", sagte Platzeck.

Die Inbetriebnahme des BER wurde bislang viermal verschoben. Grund sind unter anderem massive Mängel an der Brandschutz-Anlage. Zurzeit ist völlig offen, wann an dem neuen Flughafen die ersten Maschinen starten und landen können.

Geschasstes Architektenteam könnte erneut eingestellt werden

Mitarbeiter des wegen der vielen Pannen entlassenen Architektenteams Gerkan und Partner könnten womöglich schon bald wieder angeheuert werden . Der Berliner Morgenpost sagte Platzeck, er unterstütze einen entsprechenden Vorschlag des neuen Flughafenchefs Hartmut Mehdorn .

Die Flughafengesellschaft hatte Gerkans Architekten im Mai vergangenen Jahres entlassen und wenig später wegen angeblich massiver Fehlplanung verklagt. Dieser Rechtsstreit ruhe vorerst, berichtete das Magazin Der Spiegel . Juristisch sei nun der Weg frei für die von Mehdorn ins Spiel gebrachte Zusammenarbeit.

Gerkan verschob dem Bericht zufolge auch die Veröffentlichung eines Buchs mit dem Titel Black Box BER . Darin kritisiert er laut Spiegel die Planung des Flughafens sowie das Verhalten von Politikern, die sich mit öffentlichen Großprojekten ein Denkmal setzen wollten.