In der fünften Nacht in Folge hat es im Großraum Stockholm Ausschreitungen gegeben. Zahlreiche Fahrzeuge wurden nach schwedischen Medienberichten in Brand gesetzt. Auch in Gebäuden seien Feuer gelegt worden. Nach Polizeiangaben wurden mehrere Verdächtige festgenommen.

Seit Sonntag hat es jede Nacht im Stockholmer Randbezirk Husby Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Jugendlichen gegeben. Hintergrund soll der Tod eines 69-Jährigen sein, den die Polizei – nach offiziellen Angaben in Selbstverteidigung – erschossen hatte. Die Randalierer waren den Angaben nach zumeist junge Immigranten.

Nach Schätzungen haben etwa 80 Prozent der ungefähr 12.000 Bewohner Husbys einen Migrationshintergrund. Die Quote der Jugendarbeitslosigkeit gehört zu den höchsten des Landes. In dem Bezirk wurden in den frühen 1970er Jahren viele Sozialwohnblöcke errichtet. Sie waren Teil des umstrittenen "Millionenprogramms" der schwedischen Regierung, mit dem günstiger Wohnraum geschaffen werden sollte.