Die Energiewende ist eines der großen Themen der kommenden Legislaturperioden. Schafft Deutschland als erstes Land der Welt den Ausstieg aus der Atomkraft und den fast Komplett-Umstieg auf grüne Energie? Derzeit läuft das Großprojekt alles andere als planvoll: Die Ökostrom-Umlage könnte im Herbst auf einen neuen Rekordwert steigen, der notwendige Ausbau der Stromnetze kommt nur schleppend voran und der Aufbau großer Offshore-Windparks stockt.  

Erst vergangene Woche wurde bekannt, dass ein feierlich eröffneter Windpark noch gar nicht am Netz ist, sondern mit 22.000 Litern Diesel im Monat künstlich am Laufen gehalten wird – "Ökostrom-Irrsinn" titelte die Bild-Zeitung.

Der Betrieb von fossilen Kohle- und Gaskraftwerken lohnt sich immer seltener, weil wegen des Ökostrombooms die Börsenpreise fallen. Schon jetzt drohen Versorger wie E.on, ihre Kraftwerke vom Netz zu nehmen. Trotzdem braucht Deutschland sogenannte Backup-Kraftwerke, damit die Stromversorgung gesichert ist, wenn sich einmal kein Windrad dreht. Skeptiker warnen, dass sich die Energiewende als überhastet entpuppt und Deutschland sich mit seinen ehrgeizigen Plänen international blamiert.

Also alles nur gut gedacht, aber am Ende schlecht geplant? Am Dienstagabend um 18:30 Uhr haben Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) und sein grüner Amtskollege aus Schleswig-Holstein, Robert Habeck, in Berlin über die Energiewende diskutiert – zusammen mit Lesern von ZEIT ONLINE. Was wird der Umbau am Ende kosten? Sind die Kosten gerecht verteilt? Welche Fehler wurden bislang gemacht? Wie geht es besser?

Die Debatte zwischen den beiden Ministern bildete den Auftakt zur Serie DeutschlandDuell, die ZEIT ONLINE zusammen mit Handelsblatt Online veranstaltet. Auf insgesamt vier Veranstaltungen widmen wir uns in den kommenden Wochen den großen Streitpunkten des Wahlkampfs. Die weiteren Themen werden sein: Steuern, soziale Gerechtigkeit und die Euro-Krise.