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Kaum erforscht ist bislang, welchen Flächenverbrauch die Fleischproduktion nach sich zieht. Hier nehmen Wissenschaftler den Futtermix als Grundlage für ihre Berechnungen – eine komplexe Schätzung, da sich das Futter je nach Tierart unterscheidet, mal Zuckerrübenschnitzel enthält, mal Hülsenfrüchte.

Schaut man sich die Zahlen des WWF-Reports Fleisch frisst Land an, so zeigt sich, dass die Rindfleischproduktion der größte Flächenfresser ist. Für ein Kilo Rindfleisch werden außerhalb der EU bis zu 49 Quadratmeter Fläche benötigt. In Deutschland sind es nur 27 Quadratmeter. Die Zahlen unterscheiden sich, weil Rinder etwa in Südamerika öfter draußen auf Grasland weiden als in Deutschland. Hierzulande wird dagegen öfter mit Kraftfutter zugefüttert. Besonders wenig Fläche verbraucht dagegen die Kartoffel. Auf einem Viertel Quadratmeter Boden lässt sich bereits ein Kilo Kartoffel anbauen.

Klimagas Kohlendioxid

Die Viehzucht ist außerdem ein Klimakiller, das zeigen die Zahlen der Environmental Working Group aus den USA. Bei der Herstellung eines Kilo Rindfleisches entstehen rund 27 Kilogramm des Klimagases Kohlendioxid. Das ist mehr als doppelt so viel wie bei Schweinefleisch und fast zehn Mal so viel wie beim Kartoffelanbau. Problematisch sind vor allem die Methanemissionen der Verdauung.

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Die Kühe pauschal als Klimakiller zu denunzieren, ist allerdings nicht so einfach. Weiden sie etwa ausschließlich auf ungedüngtem Grünland und werden nicht zugefüttert, dann sieht die Klimabilanz weitaus besser aus: Das Gras kann etwa in gleicher Höhe Klimagas speichern wie die Kuh auch ausstößt. Eine solche extensive Viehhaltung ist allerdings kaum möglich, will man die aktuelle Nachfrage nach Rindfleisch weltweit decken.