Die Schweiz und die USA haben sich im langjährigen Steuerstreit im Grundsatz geeinigt. Einzelheiten sollen bekannt gegeben werden, wenn eine gemeinsame Erklärung abschließend ausgearbeitet und unterzeichnet ist, teilte das Schweizer Finanzministerium mit. 

Die US-Justizbehörden werfen Schweizer Banken vor, reichen Amerikanern bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben. Die Regierung in Washington verlangt von den Banken neben einer Geldbuße auch Informationen über ihre Geschäfte mit mutmaßlichen US-Steuersündern. Sie droht anderenfalls einzelne Banken vor Gericht anzuklagen.

Früheren Schätzungen zufolge könnten die Amerikaner von den Schweizer Banken Bußen fordern, die sich insgesamt auf bis zu zehn Milliarden Dollar belaufen könnten. 

Bisher können die Banken den Forderungen der Amerikaner nicht ohne weiteres nachkommen, da sie sonst gegen das Schweizer Bankgeheimnis verstoßen würden. Die nun erzielte Einigung soll dieses Dilemma lösen. "Mit der Unterzeichnung des Joint Statements soll den Schweizer Banken ermöglicht werden, den Steuerstreit mit den USA im Rahmen der bestehenden Rechtsordnung beizulegen", teilte das Finanzministerium mit. 

Der Schweizer Bankenverband begrüßte die Entscheidung der Regierung. Das sei der letzte Schritt zur Lösung des Steuerstreites.