Das Geldvermögen der privaten Haushalte war 2012 weltweit auf einem Rekordhoch. Wie der "Global Wealth Report" der Allianz zeigt, waren nicht nur die Deutschen mit einem Brutto-Geldvermögen von 4.939 Milliarden Euro (plus 4,9 Prozent) so reich wie nie. Weltweit kletterte das Vermögen der privaten Haushalte in Form von Bargeld, Bankeinlagen, Aktien oder Ansprüchen gegenüber Versicherungen um 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings listet die Statistik keine Vermögensgegenstände wie Autos oder Kunst auf.

Der weltweite Vermögensbestand summiere sich insgesamt auf 111,2 Billionen Euro. Die Länder mit dem höchsten Einkommen pro Kopf sind die Schweiz , die USA und Japan . Die Statistik listet keine Vermögensgegenstände wie Autos oder Kunst auf.

Insbesondere die kräftigen Kursgewinne an den Börsen sind für das Rekordwachstum verantwortlich: Das Vermögen aus Wertpapieren erreichte mit einem Plus von 10,4 Prozent das beste Ergebnis seit der Finanzkrise. Auch die Ansprüche der Haushalte gegenüber Versicherungen und Pensionseinrichtungen wuchsen 2012 kräftig um 7,4 Prozent.

Das geringste Wachstum (6,7 Prozent) konnte dem Report zufolge bei den Bankeinlagen verzeichnet werden. Der Zuwachs der Schulden blieb mit 2,9 Prozent besonders niedrig.     

Abstand zwischen Arm und Reich wächst

Der Global Wealth Report macht auch deutlich, dass die Unterschiede der privaten Vermögen immer weiter wachsen. In Griechenland liege das durchschnittliche Netto-Vermögen bei 28 Prozent des Euroraum-Durchschnitts. Vor der Krise lag der Wert bei über 50 Prozent. In Spanien liegt er bei 44 Prozent anstatt bei 61 Prozent vor der Krise.

Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz sagt dazu: "Die wachsenden Vermögensunterschiede im Euroraum sind ein Resultat der Krise. Geht diese Schere zwischen Nord und Süd weiter auf, kann dies den Zusammenhalt in Europa untergraben."