Irland will vom 15. Dezember an wieder finanziell unabhängig sein. Nach drei Jahren unter dem Euro-Rettungsschirm werde man aus dem Hilfsprogramm der internationalen Geldgeber aussteigen und keine vorbeugende Kreditlinie zur Absicherung in Anspruch nehmen, sagte Ministerpräsident Enda Kenny. "Dies ist die richtige Entscheidung für Irland", sagte Kenny. Die Regierung habe alles für eine Rückkehr zum normalen Anleihen-Handel vorbereitet.

Irland hatte 2010 als erstes Land der Euro-Zone vom Rettungsschirm Gebrauch gemacht und Kredite in Höhe von 67,5 Milliarden Euro in Anspruch genommen. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) war an der Finanzhilfe beteiligt. Der Ausstiegstermin 15. Dezember war von der irischen Regierung schon im Oktober genannt worden. Das Programm läuft Ende des Jahres planmäßig aus.

Auch Spanien erwartet ein Ende seines Hilfsprogramms zugunsten maroder Banken. "Es sieht sehr gut aus, ich bin sehr zuversichtlich", sagte Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem. Die Regierung in Madrid hatte für seine Krisenbanken gut 40 Milliarden Euro an Hilfskrediten erhalten. Neue Hilfen sind nicht geplant. Laut Diplomaten ist keine förmliche Entscheidung der Geldgeber nötig, um das Hilfsprogramm zu beenden.

Deutlich schlechter sieht es dagegen für Griechenland aus. Die Griechen bleiben in ihrem Programm hinter den Erwartungen der Partner zurück. "Wir brauchen Fortschritte, bevor wir Entscheidungen treffen können", sagte Dijsselbloem. Auch Portugal, das ebenfalls finanzielle Hilfen von EU und Internationalem Währungsfonds bekommt, will sich ab Mitte 2014 um neue Notfallkredite bemühen.