Die Troika hat Zypern gute Noten gegeben. Vertreter von Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Union und Europäischer Zentralbank attestierten dem Land in ihrer zweiten Prüfung "signifikante Fortschritte" bei der Restrukturierung des Bankensektors. Das sagte der zypriotische Finanzminister Harris Georgiades. Während ihrer jüngsten Kontrollen hätten die Prüfer festgestellt, dass das Land die versprochenen Reformen in die Tat umsetzt.

Allerdings bestehe weiterhin Handlungsbedarf. "Unsere Anstrengungen müssen im gleichen Tempo weitergehen", sagte der Minister. Im Bereich Privatisierungen hinke das Programm hinter dem Zeitplan her. Aus diesem Grund habe Nikosia Zeit bis Ende Dezember erhalten, die Privatisierungen in Gang zu setzen. Außerdem müsse Zypern 2014 seine Staatsausgaben um 626 Millionen Euro kürzen, hieß es. Die Geldgeber werden erst Anfang Dezember ihren Bericht vorlegen.

Der Bankensektor hatte Zypern tief in die Krise gerissen. Zypern stand im März kurz vor dem finanziellen Kollaps und wurde mit einem Hilfsprogramm über zehn Milliarden Euro vor dem Staatsbankrott bewahrt. Neun Milliarden schultert der EU-Rettungsfonds ESM, die restliche Milliarde stemmt der Weltwährungsfonds. Die Zyprer selbst müssen 13 Milliarden Euro beisteuern. Bedingung für die Hilfen war ein Umbau des überdimensionierten Bankensektors.