Die Stimmung der deutschen Verbraucher ist so gut wie seit mehr als sechs Jahren nicht. Für Januar prognostiziert das Marktforschungsunternehmen GfK beim Konsumklimaindex ein weiteres Plus von 0,2 Zählern auf 7,4 Punkte. "Das ist der höchste Wert seit August 2007", teilten die Nürnberger Konsumexperten mit. Als Hauptgrund führten sie gute Rahmenbedingungen im Inland an, vor allem die positive Lage am Arbeitsmarkt, die gute Entwicklung bei den Einkommen und die niedrige Inflationsrate.

Unterstützt wird die Nachfrage auch durch historisch niedrige Zinsen, die Sparen wenig attraktiv erscheinen lassen. Die Sparneigung der Deutschen ist laut Gfk "im freien Fall". Die Kaufbereitschaft, von den Experten Anschaffungsneigung genannt, war dagegen zuletzt im Dezember 2006 höher als in diesem Dezember. Damals stand eine Erhöhung der Mehrwertsteuer unmittelbar bevor.

Die Einkommenserwartung der Verbraucher ging nach dem hohen Zugewinn im Vormonat im Dezember wieder etwas zurück. Laut dem Statistischen Bundesamt zeichnet sich für 2013 ein Reallohnverlust ab, die Inflation könnte die Einkommenssteigerungen aufzehren. 

Bei den Konjunkturerwartungen gab es der laut der repräsentativen GfK-Studie zum vierten Mal in Folge einen Anstieg, weil die deutsche Wirtschaft zunehmend Fahrt aufnehme.