Rund 11.000 Studenten hat das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) nach ihrer Wohnsituation befragt. Fast 30 Prozent von ihnen gaben an, in einer Wohngemeinschaft zu wohnen. Knapp 20 Prozent leben alleine in einer eigenen Wohnung, etwas weniger bleiben im Elternhaus oder kommen bei Verwandten unter. Nur etwas mehr als ein Zehntel der Studenten lebt im Wohnheim.

Die Studie, die das DZHW im Auftrag des Deutschen Studentenwerkes erstellt hat, zeigt auch, wie sich die Wohnsituation der Studenten im Laufe des Studiums ändert. Zu Beginn des Studiums wohnt immerhin noch ein Drittel der Studenten bei Verwandten oder Eltern, ihr Anteil sinkt im Verlauf des Studiums. Unsere Infografik zeigt den Wert verteilt über Studenten aller Semester hinweg.  

Die Wissenschaftler fragten die Studenten auch, wie leicht ihnen die Wohnungssuche fiel. Drei Fünftel der Befragten antworteten, das Finden einer Wohnung zu einem angemessenen Preis sei schwierig oder sehr schwierig. Es ist eine Einschätzung, die vermutlich auch andere Bevölkerungsgruppen teilen werden – zumindest in den deutschen Ballungsräumen. In ihrem Koalitionsvertrag haben Union und SPD eine sogenannte Mietpreisbremse vereinbart, um dagegen vorzugehen.