Eine enttäuschende Nachricht für Naschkatzen: In dieser Grafik geht es nicht um Schokolade und anderes Zuckerzeug – wenngleich so kurz vor dem Nikolaustag vermutlich viele Leser beim Stichwort "Weihnachtsartikel" zuallererst an Süßigkeiten denken. Die Statistiker des Wiesbadener Bundesamts erfassen in dieser Kategorie auch nicht die Spielsachen, mit denen der Einzelhandel derzeit so viel Umsatz macht. "Weihnachtsartikel" meint Dekoration. Schneekugeln mit niedlichen Engeln oder Christkindern darin zum Beispiel, aufziehbare Plastik-Nikoläuse, Weihnachtslieder singende Plüsch-Rentiere, oder ganz einfach: Christbaumkugeln. Das weitaus meiste, was Deutschland an solcher Ware importiert, stammt aus China

Aufschluss über den Schokoladen-Ex und-Import gibt eine weitere Statistik. Im vergangenen Jahr hat Deutschland Schokolade im Wert von knapp drei Milliarden Euro exportiert und ungefähr halb so viel importiert, das ist – in beide Handelsrichtungen – ein wenig mehr als im Jahr zuvor. Hauptabnehmer waren Frankreich, das Vereinigte Königreich und Österreich, es folgen die Niederlande und Italien. Die meiste Schokolade kaufen die Deutschen übrigens nicht in der Schweiz, sondern in Belgien. Im Jahr 2012 importierte Deutschland belgische Schokolade im Wert von rund 400 Millionen Euro. Es folgen die Niederlande mit etwas mehr als 240 Millionen Euro und die Schweiz mit gut 200 Millionen.

Und weil die Statistiker in Wiesbaden so genau sind, nennen sie die Ware, um die es hier geht, auch nicht einfach nur Schokolade. Ihre Kategorie heißt: "Schokolade, kakaohaltige Lebensmittelzubereitungen". Die weiße Schokolade ist explizit ausgeschlossen. Warum? Sie enthält keinen Kakao.