Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hat laut eines Berichts des Focus 2.000 Fluglotsen dazu aufgerufen, am 29. Januar für eine Stunde zu streiken. Damit unterstütze die GdF den europäischen Lotsendachverband ATCEUC, die in der gesamten Europäischen Union dazu aufgerufen habe, gegen drohende Einsparungen zu protestieren und die Arbeit niederzulegen.

Während der Streikzeit dürfe kein Flugzeug den Luftraum überqueren, schreibt der Focus. GdF-Chef Matthias Maas sagte demnach, er glaube, "dass hunderte Flüge betroffen sein werden. Mit Sicherheit kommt es zu Ausfällen." Den Passagieren riet Maas, sich bevor sie ihre Reise beginnen, sich bei den Fluglinien zu informieren.

Zuvor hatte der ATCEUC im vergangenen Oktober einen angekündigten Streik abgesagt, da sich die EU-Kommission zunächst gesprächsbereit zeigte. Doch die Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Politiker blieb ohne Ergebnis. Der Lotsenverband kritisierte einem Schreiben, dass die EU-Kommission unrealistische Ziele habe, die Kosteneffizienz zu steigern.

Die Gewerkschaft der Fluglotsen hatte zuletzt im Frühjahr 2012 gestreikt. Damals hatten 200 Vorfeldposten des Frankfurter Flughafens ihren Dienst niedergelegt. Daraufhin fielen knapp 1.700 Flüge aus.