Rund 456 Kilogramm an Haushaltsabfällen hat jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr 2012 produziert. Diese erstaunliche Zahl steht in einem neuen Datenreport des Statistischen Bundesamtes, der am Donnerstag öffentlich wurde. Rechnet man diese Zahl auf alle Einwohner hoch, erhält man 36,7 Millionen Tonnen Müll pro Jahr. Das ist ungefähr genau so viel wie im Jahr 2006. Die Deutschen waren also in den vergangenen Jahren wenig erfolgreich darin, Abfall zu vermeiden.

Aus den Zahlen der Behörde lässt sich ebenfalls errechnen, wie weit die Bundesländer bei der Mülltrennung sind. Unsere Grafik, die das Statistikportal Statista erstellt hat, zeigt ein Gefälle zwischen Stadt und Land: In Großstädten wie Berlin, Hamburg oder Bremen ist der Anteil des getrennten Mülls am geringsten, in Baden-Württemberg und in Sachsen am höchsten. Eine Erklärung könnte lauten, dass Stadtbewohner ihren Müll öfter in öffentliche Abfallkörbe entsorgen. Offenbar scheint es auch deshalb in Großstädten schwieriger zu sein, Glas, Papier und Kunststoffe vom restlichen Müll zu trennen.