General Motors, der Mutterkonzern von Opel, ruft in den USA und Kanada 1,37 Millionen Fahrzeuge zurück. Laut GM können fehlerhafte Zündschlösser dazu führen, dass sich der Motor und die Elektronik der Autos während der Fahrt ausstellen. Bremsassistent, Lenkung sowie die Airbags könnten demnach ausfallen. Das Versagen der Zündschlösser wird mit mehreren tödlichen Unfällen in Verbindung gebracht.

Nach Angaben des Autokonzerns könnten Unfälle mit 13 Toten mit den fehlerhaften Zündungen in Verbindung stehen. Die Front-Airbags hatten sich in insgesamt 31 gemeldeten Fällen nicht geöffnet.

Ursprünglich waren vor fast zwei Wochen etwa 780.000 Autos zurückgerufen worden. Nordamerika-Chef Alan Batey räumte Versäumnisse bei der Aufklärung der technischen Probleme ein. "Es tut uns sehr leid, und wir arbeiten daran, die Sache so schnell wie möglich richtigzustellen," sagte Batey.

Zu den nun fast 1,4 Millionen betroffenen Fahrzeugen zählen ältere Modelle der Typen Chevrolet Cobalt und Pontiac G5 sowie der Kompaktwagen Saturn Ion, der SUV Chevrolet HHR, der Pontiac Solstice und der Saturn Sky Sportwagen.

Rückrufe sind nicht ungewöhnlich in der Autobranche. Ein Rückruf in diesem Umfang ist jedoch selten. Toyota hatte vor zwei Wochen einen weltweiten Rückruf von 1,9 Millionen Hybrid-Wagen Prius III verkündet. Bereits 2010 mussten die Japaner einen Massenrückruf starten. Auf dem wichtigen US-Markt brachen damals die Verkäufe ein.