Für Floristen ist der Valentinstag einer der wichtigsten Tage im Jahr. Angeblich geben die Deutschen an und um diesen Tag doppelt so viel Geld für Blumen aus wie sonst. Rosen gehen besonders gut. Unsere Infografik, die das Statistikportal Statista für ZEIT ONLINE erstellt hat, zeigt: Die meisten Rosen importiert Deutschland aus den Niederlanden, mit weitem Abstand folgen Kenia und Sambia.

Allerdings zeigt die Abbildung nicht alles. Die Niederlande sind ein wichtiger Umschlagplatz im globalen Blumenhandel. In Aalsmeer in der Nähe von Amsterdam soll sich die größte Blumenbörse der Welt befinden, mit einem Umsatz von fast zwei Milliarden Euro im Jahr. Hier landen Blumen aus Asien, Lateinamerika und Afrika, bevor sie in andere Länder weiterverkauft werden, vor allem nach Deutschland.  

Die Menschenrechtsorganisation FIAN, die sich mit den Arbeits- und Umweltbedingungen im Blumengeschäft beschäftigt, sagt: Eigentlich seien Kenia, Äthiopien, Uganda, Kolumbien und Ecuador unsere wichtigsten Lieferanten. FIAN kritisiert, dass immer mehr Schnittblumen für den deutschen Markt in Billiglohnländern angebaut würden. Die Arbeiter verdienten zu wenig, um sich ausreichend zu ernähren, und sie würden vergiftet durch Pestizide. Zugleich sei die Branche ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, Gesetze und Kontrollen deshalb oft lasch. Wer trotzdem Blumen verschenken möchte, dem raten die Menschenrechtler, nach dem Fair-Trade-Siegel zu fragen.