Die Konjunktur in der Euro-Zone zieht im laufenden Jahr an. Die EU-Kommission geht von einem Plus von 1,2 Prozent aus – das sind 0,1 Punkte mehr als in der vergangenen Prognose.

Das Wirtschaftswachstum in den 18 Euro-Staaten fasse nach Jahren der Krise nun Tritt, bilanzierte EU-Währungskommissar Olli Rehn bei der Vorstellung der Zahlen in Straßburg. Nach Überwindung der Rezession im Frühjahr 2013 und drei aufeinanderfolgenden Quartalen einer verhaltenen Erholung, besteht nunmehr Aussicht auf ein moderates Anziehen des Wirtschaftswachstums", analysierte die EU-Kommission. 

Für das Jahr 2015 rechnet die Brüsseler Behörde mit einem Anstieg von 1,8 Prozent. Auch dieser Wert ist leicht besser als die EU-Kommission noch in ihrer letzten Vorhersage im November erwartete. Der Aufschwung bleibe aber insgesamt gedämpft, sagte Rehn. Die Arbeitslosigkeit sei nach wie vor hoch, und es gebe erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. 

Die seit Monaten auf Rekordhöhen verharrende Arbeitslosigkeit sinkt in der Euro-Zone nach durchschnittlich 12,1 Prozent im vergangenen auf 12,0 Prozent in diesem Jahr. Für nächstes Jahr werden 11,7 Prozent erwartet. "Auch wenn die schlimmste Phase der Krise inzwischen hinter uns liegen mag, dürfen wir uns jetzt nicht selbstzufrieden zurücklehnen, denn noch nimmt sich die Erholung relativ bescheiden aus", mahnte Rehn.

Die Gefahr einer Deflation ist laut Kommission "äußerst gering". Laut der Prognose beträgt die Inflationsrate in diesem Jahr 1,0 Prozent, im kommenden Jahr dann 1,3 Prozent. In der Analyse heißt es, es komme nach einer "gedämpften Verbraucherpreisinflation" 2014 im Folgejahr "im Zuge eines dynamischeren Wirtschaftswachstums zu einem leichten Anstieg".