Nachdem der Cannabis-Verkauf in Colorado legalisiert wurde, hat die US-Regierung einen engen Rahmen definiert, in dem es Banken erlaubt ist, mit Marihuana-Anbietern Geschäfte zu machen. Bisher konnten Händler den Verkauf nur in bar abwickeln. Künftig dürfen die Banken ihnen Konten anbieten. Mit der neuen Regelung wirkt die Politik Befürchtungen bei Banken und Kreditkartenfirmen entgegen, wonach Geschäfte mit Herstellern oder Verkäufern von Marihuana US-Bundesgesetze zur Geldwäsche verletzen könnten.

Den neuen Richtlinien zufolge müssen die Banken genau darauf achten, dass ihre Kunden über die nötigen Lizenzen verfügen und sich an an die gesetzlichen Auflagen halten. Dazu gehört unter anderem das Verbot, Marihuana an Minderjährige zu verkaufen oder mit Drogenkartellen zusammenzuarbeiten. Außerdem müssen die Banken den Behörden über ihre Marihuana-Geschäfte regelmäßig Bericht erstatten und verdächtige Aktivitäten melden.

Das Ziel der neuen Regeln ist, das Geschäft mit Marihuana transparenter zu machen. Die neuen Regeln würden "größere finanzielle Transparenz in der Marihuana-Industrie fördern", sagte die Direktorin der Strafverfolgungsbehörde des Finanzministeriums, Jennifer Shasky Calvery. Die Gefahren reiner Bargeschäfte würden abgeschwächt.

Eine Garantie für die rechtliche Unbedenklichkeit von Marihuana-Geschäften will die Regierung aber nicht geben. Laut US-Bundesgesetz ist Marihuana eine Droge der gefährlichsten Kategorie – und damit gleichgestellt mit Heroin.