Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland bleibt optimistisch. Dies ergab die jüngste Erhebung des Marktforschungsunternehmens GfK. Demnach rechnen die Bürger mit einem soliden Aufschwung und dem Anstieg des eigenen Einkommens, haben auch weiterhin nur wenig Neigung zum Sparen – und sorgen deshalb dafür, dass der zusammenfassende Konsumklimaindex für März auf 8,5 Punkte steigt.

Gründe für das gute Konsumklima sind die konjunkturelle Erholung, die stabile Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sowie der erste Tarifabschluss in diesem Jahr. Die Einigung in der Chemieindustrie auf eine Lohnerhöhung um 3,7 Prozent könne eine Signalwirkung für andere Branchen haben, so die Statistiker aus Nürnberg. Sie deute auch darauf hin, dass in diesem Jahr ein realer Einkommenszuwachs erwartet werden kann.

Wie die GfK erläutert, tendieren die Konsumenten eher zu größeren Anschaffungen als das Geld gegen historisch niedrige Zinsen auf die Bank zu tragen. Der klassische Einzelhandel in den Einkaufspassagen und Kaufhäusern profitiert davon eher wenig, wie auch das enttäuschende Weihnachtsgeschäft gezeigt habe.

Reisen und Immobilien statt neue Schuhe und Möbel

Stattdessen geben die Bürger ihr Geld lieber für Dienstleistungen, Renovierungen und Wärmedämmung ihrer Häuser aus. Zudem sitzt den Deutschen das Geld im Urlaub und auf Reisen lockerer. Auch Investitionen in "Betongold", also Häuser und Wohnungen, liegen im Trend: "Der nach wie vor hohe Wert an Baugenehmigungen lässt den Schluss zu, dass dies auch in den kommenden Monaten so bleiben wird", sagte GfK-Experte Bürkl voraus.  

Mit ihrem Optimismus liegen die Verbraucher auf einer Linie mit Politik und Wirtschaft. So hatte die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose für 2014 kürzlich von 1,7 auf 1,8 Prozent erhöht, der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erhöhte seine Prognose für dieses Jahr von 1,7 Prozent auf zwei Prozent. Auch der Ifo-Geschäftsklimaindex, der die Stimmung in der deutschen Wirtschaft widerspiegelt, war im Februar erneut gestiegen.